Home
über uns; Jahresbericht
Aktuell
Veranstaltung
Berichte von Veranstaltungen
Beratungsstelle
Kontakt
Links
 



 

 
Am 18. Januar 2012 lud das Konsumentenforum kf Sektion  Zürich ein zur Besichtigung der Sukkulenten-Sammlung Zürich. Zwei Botanikerinnen führten die 31 Mitglieder durch die Schauhäuser.

Geschichte der Sukkulenten-Sammlung

Ende der 1920er-Jahre wollte der Kakteenzüchter Jakob Gasser seine Sammlung der Stadt verkaufen. Die Stadt lehnte ab. 1929 erwarb der Warenhausbesitzer Julius Brann die Gassersche Sammlung und machte sie darauf der Stadt zum Geschenk. Ein Gutachten des Botanikprofessors Carl Schröter hatte bewirkt, dass die einmalige Kollektion als Schenkung doch gerne übernommen wurde. 1931 Öffnung der Sammlung für das Publikum am alten Standort der Stadtgärtnerei am Mythenquai. 1939 war die Sukkulenten-Sammlung ein Teil der Landesausstellung. Heute verfügt die Sukkulenten-Sammlung über 6500 verschiedene Pflanzen in sechs Gewächshäusern, sowie Frühbeetkästen und Steingarten.

Was sind Sukkulenten?

Sukkulenten ist der Überbegriff für wasserspeichernde Pflanzen, dazu gehören auch Kakteen. Kakteen erkennt man daran, dass die Dornen immer aus einem wolligen Polster wachsen.

Die Heimat der Sukkulenten sind die Wüsten, Halbwüsten, Grassteppen und extreme Felspartien in den Gebirgen von Amerika, Südamerika und Afrika sowie  Madagaskar. Diese Trockengebiete haben einiges gemeinsam: starke Sonneneinstrahlung, hohe Tagestemperaturen und starke nächtliche Abkühlung. Die damit verbundene regelmässige Taubildung am Morgen ist ein wichtiger Faktor für das Überleben der Pflanzen in den langen Dürrezeiten.


Nach Monaten ohne Regen kann es zu heftigen Niederschlägen und zu Überschwemmungen kommen. Jetzt muss der Sukkulent alle seine Wasserspeicher füllen. In diese Zeit fallen Wachstum, Blüte und Fruchtansatz.

An diesem Kaktus sieht man noch die alten Blütenstände, geschützt von einem Wollpolster.


Sukkulenten sind nicht nur faszinierende Künstler im harten Lebenskampf, sie werden auch vom Menschen vielfältig genutzt: z.B. Aloe Vera als Nahrungsmittel, für medizinische Verwendung bei Juckreiz, feuchtigkeitsspendend in Kosmetika oder die Fasern der Sisal Agave für Gewebe, Seile, Teppiche und Baustoffe.

Wenn man an diesem kleinen Kaktus vorbeistreift, krallen     sich die Dornen fest und kleine Kakteentriebe bleiben haften,   wie die Demonstration mit dem Papiertaschentuch zeigt. Auf diese Weise verbreitet sich der Kaktus auf neue Standorte. 

Ein paar Tipps von der Botanikerin

Wenn kleine Dornen in der Haut stecken hilft ein probater Trick: etwas flüssigen Wachs auf die betroffene Stelle tropfen, den gehärteten Wachs mitsamt der Dornen abziehen.

Kakteen hell und kühl (5-15°) trocken überwintern, nicht giessen. Ab Februar März besprühen, danach vorsichtig mit giessen beginnen; im Sommer richtig je nach Pflanze mindestens einmal wöchentlich, nicht nur tropfenweise giessen.

Beim Kauf neuer Pflanzen zu  beachten: sind die Blümchen echt, oder nur Strohblümchen eingesteckt; Rückstände von alten Blüten zeigen, dass die Pflanze blühwillig ist; wenn die Pflanze lange dünne Triebe hat, stand sie zu dunkel und zu warm, diese Teile werden niemals schön regelmässig wachsen.

Christusdorn ist eine   beliebte Zimmerpflanze,    aber Vorsicht! Wolfsmilch    ist ätzend, beim umtopfen Handschuhe und Brille tragen. 

Bromelien bilden Samen wie Löwenzahn mit Schirmchen , die durch die Luft fliegen , irgendwo haften bleiben und zu einer neuen Pflanze wachsen, ohne Wurzeln, sie sind keine Schmarotzerpflanzen und nehmen die Feuchtigkeit nur aus der Luft.  Manchmal werden Bromelien auf Stein geklebt verkauft, diese Pflanzen sind aber meistens schon abgestorben, weil sie zu wenig Feuchtigkeit hatten. Wenn sie jedoch  nach dem besprühen sofort grünlich werden sind sie noch im Wachstum.

Die Sukkulenten-Sammlung Zürich, Mythenquai 88 unterhält eine gratis Beratungsstelle: jeden Mittwochnachmittag  von 14 -16 Uhr oder telefonisch unter 043 344 34 88

www.stadt-zuerich.ch/sukkulenten




Am 10. und am 16. November nahmen insgesamt 38 Mitglieder des kf Sektion Zürich die Gelegenheit wahr, das VBZ-Zentrum in Zürich-Altstetten zu besuchen. Wegen der vielen Anmeldungen wurde der Anlass auf zwei Termine aufgeteilt.


Wir wurden von Daniela Tobler begrüsst und konnten dann im Gebäude nebenan, im „Silberwürfel“, die Leitstelle besichtigen.

Zuerst schauten wir uns einen Film an, der eindrücklich zeigt, wie der Alltag auf dem Bus- und Tramnetz aussieht. Wer will, kann das Video hier nochmals betrachten.

Heute sind bei der VBZ 2400 Mitarbeiter, davon 1200 FahrerInnen und 500 Techniker.

1882 begann die Unternehmensgeschichte der Verkehrsbetriebe Zürich mit der Eröffnung der Rösslitram-Linie von Tiefenbrunnen via Bahnhofplatz bis Friedhof Sihlfeld. Schon 6 Jahre später fährt das erste elektrisch betriebene Tram vom Bellevue bis zum Kreuzplatz und 1927 wurde die erste Buslinie eröffnet. Und so ging die Entwicklung weiter bis heute, wo auf 81 Linien täglich bis zu 400 Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sind. Insgesamt legen sie pro Tag 90'000 km zurück und befördern dabei über 800'000 Fahrgäste. Am 10.12.2011 wird die Linie Zürich-West eröffnet.

Hauptaufgabe der Leitstelle ist es, den Betriebsablauf zu überwachen und während der ganzen Betriebszeit den Verkehrsfluss zu steuern, denn schon kleinste Störungen können den Betrieb einer Linie völlig durcheinander bringen. Durch stetes Beobachten des Netzes werden diese frühzeitig erkannt und geeignete Massnahmen eingeleitet, das sog. Störungsmanagement. Die Leitstelle hat mit jedem Fahrzeug Funkkontakt und kennt dessen Standort genau. Auch die Betreuung des Fahrers nach einem Ereignis ist sehr wichtig.
Diese Grafik zeigt den aktuellen Standort aller Fahrzeuge auf einer Linie und deren Abweichung von der Sollzeit.
An der Endstation ist eine sog. Wendezeit von 1 - 8 Minuten eingeplant. Diese wird bei einer Verspätung oder Verfrühung geändert, um Fahrplanabweichungen zu korrigieren.

Und schliesslich ist auch die rasche Information der Fahrgäste wichtig, sei es mit Durchsagen oder optischen Anzeigen im Fahrzeug und an den Haltestellen.

Die Strecken sind nicht separat geführt wie bei der Bahn. Daher sind mehr Fremdeinflüsse zu verzeichnen, z.B. Autos, Velos oder auch Tiere.

So entstehen täglich durchschnittlich 10 Streckenblockierungen (Kollisionen, Fahrzeug­störungen usw.), welche Umleitungen zur Folge haben. Das bedeutet, dass innert Sekunden rasche Entscheide getroffen werden müssen.

In der Zentralwerkstatt zeigte uns dann Werner Speck die vielseitigen Arbeiten, welche hier erledigt werden.

Viele Fahrzeuge sind seit 40 Jahren im Einsatz. Für diese sind keine Ersatzteile mehr erhältlich und müssen selber hergestellt werden. Aber auch neue Fahrzeuge werden nach der Lieferung verbessert, z.B. die Stromabnehmer.

Die Dreherei ist für Kleinstserien eingerichtet und erhält deshalb auch viele Fremdaufträge. 
 
Hier werden die Drehgestelle gewartet:
Bisher waren sie H-förmig mit 2 Radachsen. Bei den neuen Cobras sind die Radachsen  einzeln und können sich besser dem Gleisverlauf anpassen. Damit wird das lästige Quietschen in den Kurven vermieden.
Bei der Forchbahn sind die Drehgestelle auch zweiachsig und etwa 41/2 t schwer. In einer Kurve drehen sich jedoch die Räder einzeln.

Ein Rad, das bis auf die Ablaufrille abgenützt ist, muss ersetzt werden.

 Es gibt drei verschiedene Bremssysteme:
-        Motorbremse mit Energierückgewinnung
-        Radbremse als Scheibenbremse auf der Radachse
-        Schienenbremse, wo ein Magnet auf die Schiene hinuntergefahren wird.

Heute sind die Fahrzeuge grösser als früher, die Werkstatt jedoch ist noch dieselbe. Damit ein Cobra-Tram Platz auf der Fahrbühne hat, musste das Gleis bogenförmig angelegt werden.

Die VBZ betreuen auch die Forchbahn, die Dolderbahn und die Polybahn, welche einen kleinen Jahresgewinn ermöglichen. Ansonsten ist der öfffentliche Verkehr nur zu 60 % kostendeckend.

Bericht von Kurt Bosshard

 
Top