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Das Konsumentenforum kf Sektion Zürich lud am Mittwoch  9. Juni zu zwei Führungen im Chinagarten ein. Die nur je 10 Personen pro Gruppe fanden wunderbar Platz in den Pavillons um den Ausführungen der beiden Sinologinnen zu folgen.

Entstehung
Der Chinagarten ist ein Geschenk der südwestchinesischen Partnerstadt  Kunming an die Stadt Zürich und ihre Bevölkerung als Dank für die technische und wissenschaftliche Hilfe zum Ausbau der Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung. Kunming liegt an einem See, vier Mal so gross wie der Zürichsee, in den alle Abwässer flossen und deshalb kein Trinkwasser bot.

Den Bau ermöglichte die Wasserversorgung Zürich zur Feier ihres 125jährigen Bestehens mit einem „Kunst-am-Bau“-Beitrag 1993. Mit Fachleuten aus Kunming und Zürich wurden die 200 Tonnen Material verbaut .1998 vier Jahre nach der Eröffnung mussten die Dächer neu mit Pekinger-Ziegel gedeckt werden, die Original-Ziegel aus Kunming hielten dem frostigen Zürcher Winter nicht stand. Seit diesem Jahr gehört der Chinagarten zu "Grün Stadt Zürich".

 Das Haupttor

Zwei Löwen vor dem Eingang und neun Reihen Nagelköpfe am roten Tor deuten auf ein Kaiserhaus. Da wir „Besitzer“ sind dürfen wir durch das Haupttor eintreten, aber bitte nicht auf die Schwelle treten, das bringt Unglück.

Die seitlichen, geschnitzten Balkenköpfe symbolisieren: Elefant  - Klugheit, Päonienblüte - Reichtum, Löwe  - Macht.

Die 12 Säulen auf der innen Seite des Haupttors zeigen ebenfalls kaiserliche Herkunft.

Gleich nach dem Eingang muss man sich enscheiden, ob man es wagt durch die Höhle ins Paradies zu schreiten. Geister werden durch Hindernisse und Zick-Zack-Wege abgehalten. Uns dagen zeigen sich immer neue Blickwinkel. Das ist das Geheimnis eines chinesischen Gartens: Im Dreiklang von Kunst, Natur und Poesie. In den Galerien sind über 500 originale Tuschzeichnungen zu bewundern.

Inselpavillon und Wasserpalais

Der Chinagarten umfasst eine Fläche von 3400 m². Je ein Drittel nehmen Gebäude, Wasser, Felsen und Bepflanzung ein.

Vor dem Inselpavillon stehen die "Drei Freunde im Winter",die dem Chinagarten den Namen gaben. Gemeint sind damit drei Pflanzen, die gemeinsam der kalten Jahreszeit trotzen; die Föhre, der Bambus und die Winterkirsche.

Im Wasser spiegelt und verdoppelt sich alles.

Das Wechselspiel von Ordnung (konfuzianisch) und Naturwuchs (taoistisch) ergibt eine wunderbare Harmonie.

Der Sechseckpavillon

Der Pavillon „des Erfreuens am Schnee“ ist mit 14 Metern das höchste Gebäude. Die Schnitzereien sind voller Allegorien: Der Phönix ist Symbol der Kaiserin und ebenso wie die Blumen (Kamelie, Päonie, Chrysantheme) Sinnbild weiblicher Anmut. Die Innenseite der Balken zeigen Glücksbringer wie die Fledermaus.

An der Mauer zeichnen filigrane Blätter Schattenbilder und über die Mauer schweift der Blick zu den „geliehenen Aussichten“. Die Bäume der Umgebung werden in den Park mit einbezogen sowie die Sicht auf die Albiskette.

Wir genossen einen beschaulichen Nachmittag und es gäbe noch viele Details zu entdecken.




 
Anschliessend an die 36. Hauptversamm-lung des Konsumenten-forums Sektion Zürich am 22. April 2010 führte Frau Verena Müller während ca. 1 Stunde durch das angrenzende Quartier, nach dem Motto:  

 Auf den Spuren alter Häuser und interessanter Menschen

Auf diesem kleinen Rundgang erfuhren wir, weshalb sich die Stadt Zürich das pompöse Hirschengraben-Schulhaus leistete, welche Verbindung es zwischen dem Rechberg und zwei Zunfthäusern gibt, wo Johanna Spyri ihren Lebensabend und die Verfasserin der Anneli-Bücher, Olga Meyer, ihre Kindheit verbrachten. Selbst Gottfried und Regula Keller sowie Richard Wagner leisteten uns Gesellschaft.  

 
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